Zahnersatz - Kronen und Brücken


Zahnersatz Brücke


Im Bereich des Zahnersatzes sind Kronen und Brücken die komfortabelste Lösung zum Ersatz von verlorenen Zähnen oder verlorener Zahnsubstanz.

Diese Versorgungsform ist so ideal integrierbar, dass kein Unterschied zu den eigenen Zähnen mehr feststellbar sein wird. 

Das Kauen und Sprechen kann ebenso ideal rekonstruiert werden wie auch das Lachen, die Ästhetik und das Aussehen der Weichgewebe durch Profilstützung.

Diese positiven Eigenschaften verbessern sich, je hochwertiger die eingesetzten zahntechnischen Werkstoffe sind.

Grundsätzlich unterscheidet sich festsitzender Zahnersatz nach Art der verwendeten Werkstoffe in die drei Klassen Vollkeramik, Metallverblendkeramik und Vollmetall.




Vollkeramik

CEREC Schleifeinheit

Zum einen gibt es in diesem Bereich die hochwertige direkte Versorgung mit Einzelkronen mittels dem CAD/CAM System CEREC.

Hierbei wird im Mund eine Aufnahme mit einer Kamera gefertigt und in einer Sitzung eine Krone aus einer industriell vorgefertigten VITA MARK II Keramik gefräst.

Diese Krone wird mittels eines Kunststoffes mit dem eigenen Zahn verklebt. Aufgrund der Klebetechnik und der geringen Biegebelastungen einer einzelnen Versorgung sind nur geringe Bruchlastfestigkeiten von ca. 120 MPa erforderlich. Dieses ermöglicht der Keramik ein Abrasionsverhalten, welches mit dem von natürlichem Zahnschmelz vergleichbar ist.

Die Keramik ist durchgefärbt, wobei wir TriLux-Blöcke verwenden, die in drei Schichten eingefärbt sind. Daraus resultiert eine eingeschränkte Ästhetik, die zwar im Seitenzahnbereich in der Regel nicht relevant ist, unseren ästhetischen Ansprüchen im Frontzahnbereich jedoch nicht genügt.

Bei Einzelkronen oder im Bereich von Brücken benutzen wir daher die indirekte Technik mit einem keramischen Hartkerngerüst und einer individuell geschichteten Verblendkeramik.

Diese Technik lässt vielfältige Farbspiele und unterschiedlichste Farbnuancierungen zu. Insbesondere im Frontzahnbereich verarbeiten wir gerne diese optimale Ästhetik.        

Die Gerüstkeramiken, die das Metall bei der indirekten Technik ersetzen, gibt es auch in unterschiedlichen Qualitätsstufen, wobei hier insbesondere die Bruchlastfestigkeiten in MPa und die Biegeelastizitäten die entscheidenden Kenngrößen sind.

Wir verarbeiten gesinterte Yttrium-stabilisierte Zirkonoxidkeramik der Firma VITA – die YZ Keramik, die wir aus ästhetischen Gründen vor dem Sinterungsprozeß in Dentingrundfarbe einfärben. Bearbeitet wird diese hochqualitative Keramik mittels des CAD/CAM-Verfahrens CEREC, wodurch optimale Passungen und Qualitäten der Gerüstkeramik fertigungsbedingt garantiert sind.

Bei sehr großen Gerüsten, die nicht mit diesem Verfahren herstellbar sind, verwenden wir gehipptes Zirkonoxid, das wir bei der Firma Girrbach herstellen lassen.

Durch diese hochwertigen Gerüstkeramiken ist eine vergleichbare Belastbarkeit gesichert, wie es bislang nur mit Metallgerüsten möglich war.

Andere keramische Systeme, wie z.B. Aluminiumoxid oder Zirkonia haben eine deutlich geringere Bruchfestigkeit und kommen daher bei uns nicht zur Anwendung.

Metallverblendkeramik

Bei Metallverblendkeramik wird das wie zuvor beschriebene Gerüst aus Metall gefertigt, die  Verblendung wie zuvor auch aus Keramik.

Dabei gibt es die Möglichkeit der Teilverblendung, wobei nur der nach außen liegende Teil des metallischen Zahnes mit Keramik überzogen wird, und der Vollverblendung, die deutlich eher dem natürlichen Vorbild nachkommt.

Der metallische Kern stört die Ästhetik insbesondere wenn Licht durch die künstliche Zahnkrone fließt. Licht wird absorbiert und der metallische Kern ist unterhalb der Verblendung zu erahnen. Eine Brillianz und Translucenz wie mit vollkeramischen Systemen ist mit Metallverblendkeramik nicht zu erreichen.

Insgesamt ist die Metallkeramik allerdings eine bewährte Technik, die insbesondere bei Vollverblendungen ästhetisch gute Ergebnisse ermöglicht.

Vollmetall

Als dritte Ausführungsmöglichkeit für festsitzenden Zahnersatz gibt es die vollmetallische Ausführung der Kronen und Brücken.

Ästhetischen Ansprüchen genügt diese Variante in keiner Form, daher wird diese Ausführung nur im hinteren Seitenzahnbereich eingesetzt, wenn im Vordergrund ein niedrigerer Preis des Zahnersatzes steht.

Funktionell steht diese Variante allerdings in jeder Hinsicht gleichberechtigt neben den moderneren und ästhetischeren Varianten Metallkeramik und Vollkeramik.

Lediglich eine vergrößerte Kälteempfindlichkeit, die aus der höheren Wärmeleitfähigkeit resultiert, wie auch mögliche Ionenflüsse können subjektiv gewisse Einschränkungen der Funktion bereiten.

Zum Metall selber ist anzumerken, dass es ca. 800 zugelassene Dentallegierungen allein auf dem deutschen Markt gibt.

Wir verwenden ausgewählte Produkte innerhalb der drei Materialklassen mit den besten Materialeigenschaften.

Aus der Klasse der hochreinen Gold-Platinlegierungen verwenden wir die Biogoldlegierung Ador P400, die sich durch eine extrem hohe Biokompatibilität auszeichnet und daher sehr gut biologisch vertragen wird.  

Mit ähnlich guten Materialeigenschaften, aber einem verringerten Preis,  benutzen wir aus der Klasse der Palladium-Silberlegierungen das Material Adorpal III, wobei die Verträglichkeit im Vergleich zur Biogoldlegierung geringer ist. Bei einer Vielzahl von Patienten ist dieses Material allerdings durchaus verträglich einzusetzen.

Eine preislich interessante Alternative setzt die dritte Metallklasse, der zahnmedizinische Stahl, die CrCoMo-Legierung.

Materialtechnisch hat es nicht die gleichen guten Eigenschaften wie Gold oder Palladiumlegierungen. Häufig kann man damit allerdings noch guten Zahnersatz fertigen. Der Verbund zur Keramik ist etwas instabiler und die Abrasion ist größer, da diese Legierung härter ist als die vorgenannten Typen.

Im Bereich der Bioverträglichkeit sind auch bei den CrCoMo-Legierungen ähnliche Einschränkungen zu machen wie bei den Palladium-Silber Legierungen.

Vorsicht ist allerdings geboten bei Patienten, die Metallallergien, reduzierte Immunsysteme, bekannte Autoimmunerkrankungen oder ähnliches haben.

Gerne beraten wir Sie individuell über die für Sie beste Lösung für Ihren funktionell hochwertigen, dauerhaft sicheren und ästhetisch anspruchsvollen Zahnersatz.