Implantate - Allgemeines


Künstliche Zähne sollten genauso gut funktionieren wie die eigenen, mindestens ebenso gut aussehen und möglichst nicht zu erkennen sein. Mit herkömmlichem Zahnersatz lässt sich dieser Wunsch jedoch oft nicht erfüllen. Seit vielen Jahren gibt es eine komfortable Alternative:


Implantate

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, etwa 8 - 16 mm lang. Sie werden ambulant und schmerzfrei unter lokaler Betäubung eingesetzt, was sowohl im Oberkiefer als auch im Unterkiefer möglich ist.

Implantate bestehen zumeist aus dem körperverträglichen Metall Titan und besitzen eine speziell bearbeitete Oberfläche, weswegen sie beim Einheilen fest mit dem umgebenden Knochengewebe verwachsen. Auf diesen künstlichen Wurzeln können Kronen, Brücken oder Prothesen befestigt werden.

 

Zähne, die auf Implantaten sitzen, bieten viele Vorteile:

  • Sie werden nicht als ein Fremdkörper empfunden und sie vermitteln ein natürlicheres Gefühl als konventionelle Prothesen.
  • Beim Überbrücken einer Zahnlücke müssen keine gesunden Nachbarzähne beschliffen werden, um an ihnen den Zahnersatz zu verankern.
  • Implantate verhindern den gefürchteten Knochenschwund in zahnlosen Kieferabschnitten.
  • Sie übertragen die Kaukräfte auf den umgebenden Knochen und stimulieren damit dessen natürlichen Stoffwechsel.
  • Wenn mehrere Backenzähne am Ende einer Zahnreihe fehlen, bieten Implantate eine Alternative zur ansonsten unumgänglichen, herausnehmbaren Teilprothese: Auf den künstlichen Zahnwurzeln können Kronen und Brücken ohne lästige Bügel oder Gaumenplatten verankert werden.
  • Auch bei völlig zahnlosen Kiefern lassen sich Prothesen auf Implantaten sicher befestigen. Oberkiefer-Prothesen kommen dadurch ohne Gaumenabdeckung aus, weshalb sie das Temperatur und Geschmacksempfinden nicht mehr beeinträchtigen.

Implantate sollten nicht sofort kaufunktionell belastet werden, sondern eine gewisse Zeit ungestört im Kieferknochen einheilen. Wie viel Zeit bis zur vollen Belastbarkeit der Implantate vergeht, ist unterschiedlich. In den meisten Fällen genügen 2-3 Monate. Unter bestimmten Umständen - wenn z. B. ein Knochenaufbau erforderlich ist - kann dies bis zu 6 Monate dauern. Die Zeit zwischen der Implantation und dem Einpassen der Prothese (dafür kann ein zweiter Eingriff erforderlich sein) wird auf Wunsch mit einem Provisorium überbrückt.

Implantate können ein Leben lang halten. Entscheidenden Anteil am langfristigen Erhalt haben die sorgfältige Planung und Durchführung des Eingriffes sowie die Pflege der Implantate durch den Patienten.

Allgemeinmedizinische Risikofaktoren, wie beispielsweise starkes Rauchen, verringern die Langzeitprognose.

Trotz der sehr guten Erfahrungen mit Implantaten kann es zu einem Verlust kommen. Denn in seltenen Fällen verbindet sich die Titanwurzel während der Einheilphase nicht mit dem Knochen oder hält der ersten Belastungsphase nicht stand. Geht ein Implantat verloren, kann es jedoch in der Regel an derselben Stelle ersetzt werden.